dance, music, body wisdom from egypt

CD Kritik

Februar  2018  

Eine Sternenstunde ägyptischer Trommelkunst


Es gibt sie. Selten. Aber sie sind da. Diese magischen Momente, in denen die Allverbundenheit gegenwärtig ist. Fühlbar – spürbar – hörbar. Bar jeglichem Überflüssigen.

Inspiration, reduziert auf ihre Essenz: Wahrheit, Schönheit, Liebe. Manchmal gelingt es Musikern, ein Konzert zu solch einem Moment werden zu lassen. Und manchmal gelingt es sogar, diesen Moment einzufangen. “Solo Daff“ ist ein solcher Moment. 
(Kai Kopp langjähriger Redakteur für Weltmusik und Jazz bei Laut.de - größtes Internetportal für Musik in Deutschland)


A magical moment in the Egyptian art of drumming

 

They happen. Not often. But they are there. Those magical moments when everything becomes interconnected. Palpable – perceptible – audible. Exempt of anything superfluous.

Inspiration, reduced to its essence: Truth, beauty, love. Sometimes, a musician succeeds in transforming a concert into such a moment. And sometimes they even manage to capture this moment. “Solo Daff” is such a moment.

Thurgauer Zeitung

Kreuzlingen, Schweiz

Februar  2018  

Ägypten im Trösch 

Cie tanz raum im Trösch und wie seit Tausenden von Jahren
Musik und Tanz Menschen vereinen.

Erst hört man den Rhythmus, das Ziehen, das Rascheln, das Fordern, das die Hände der Trommlerin hervorrufen. Dann sieht man den Körper der Tänzerin nachgeben. Er zuckt, dreht, windet sich. Und schließlich ist man gar nicht mehr sicher ob nun die Tänzerin sich nach der Musik bewegt, oder ob die Musikerin sich nach den Bewegungen der Tänzerin richtet. Die Musikerin Caroline Chevat und die Tänzerin Claudia Heinle sind seit vielen Jahren ein eingespieltes Team. Sie haben sich in ägyptische Musik und Tanz vertieft und sind gemäss den uralten Traditionen profund ausgebildet. Das Duo ist zwar in Kreuzlingen zu Hause, inzwischen aber auf der halben Welt aufgetreten. «Wir durften auch schon in Ägypten unsere Interpretation zeigen, sagen sie, allerdings in der Kunst und Theaterszene.» Die rund zwanzig Besucher im Trösch dürfen das Phänomen des mitreissenden Rhythmus auch am eigenen Leib erfahren. Sie wiegen die Oberkörper, Klatschen in die Hände, Wippen mit den Füssen. Alle sind im Takt. Das gibt ein schönes Gefühl von Gemeinschaft meint ein Teilnehmer. Gerade hat Caroline Chevat im eigenen «tanz raum label» eine neue CD herausgebracht:« Solo Daff» aufgenommen in einer alten Kapelle. Im modernen Trösch klänge ihr Instrument vollkommen anders, erklärte sie: «Wenn Claudia und ich zusammen proben, wissen wir nie, was im jeweiligen Augenblick entsteht.»  (Inka Grabowsky, Thurgau Kultur und Thurgauer Zeitung, Februar 1, 2018)

Südkurier

Konstanz, Deutschland

November 2016 

Bücher, Menschen, Leben


Hozan Ibrahim, Juho Lukkari, Moustapha Diop, Fadi Massamiri, Rouaa Dawod, Khalid Hussein, Hind Allouch, Claudia Heinle und Mustafa Hassan 


Ulrike Horn, Leiterin der Stadtbücherei, erklärt, was es mit dem außergewöhnlichen Projekt auf sich hat: Die Idee stammt aus Dänemark. Ziel war es, im Gespräch Vorurteile abzubauen. Till Hastreiter von 83 integriert brachte den Stein für Konstanz ins Rollen. Er meinte, Flüchtlinge hätte viel zu erzählen – und zwar nicht nur von ihrer Flucht, sondern von ihrem Leben, erklärt Ulrike Horn. Bei der Nacht der lebenden Bücher erzählen nicht nur Flüchtlinge, die lebenden Bücher können von überallher sein. Ein Büchernarr würde wohl sagen: Jedes Buch lebt. Er hat ja nicht unrecht. In dieser Nacht allerdings leben die Bücher tatsächlich. Zwischen geschlossenen Buchdeckeln, inmitten der Bücherregale der Stadtbücherei, sitzen die lebendigen Bücher: normale Menschen aus Fleisch und Blut, wie Du und Ich. Die lebenden Bücher erzählen über ihre Leidenschaften, ihre Ängste, ihre Erfahrungen, über politische Gewalt, natürliche Wunder und Anker des Lebens. (By Luisa Rische, Südkurier, November 7, 2016)

Thurgaukultur

Thurgau, Schweiz

Oktober 2015  

Doing Things – Das universelle Happy End


Die Compagnie «tanz Raum» zeigt im Theater an der Grenze die Ausdruckskraft und die Spiritualität, die dem ägyptischen Tanz als Kunstform zu eigen ist.


Rosenblätter liegen auf der steilen Treppe am Theater an der Grenze. Der Duft nach Weihrauch zieht durch den Bühnenraum. Qrientalische Musik empfängt die Zuschauer. Gelbes Licht lässt an die Abendsonne denken. Gut die Hälfte der normalerweise hundert Stühle ist durch flauschige Kissen ersetzt – kurz: die Atmosphäre des kleinen Theaters ist für die Tanzperformance „Doing Things“ völlig verändert. Rund eine Dreiviertel Stunde darf man in diese Welt eintauchen, dann hat die Zuschauer die Kreuzlinger Wirklichkeit wieder.


Der etwas andere Gottesdienst

Der Titel des Werks „Dinge tun“ ist eine wörtliche Übersetzung. So umschrieben die alten Ägypter die Rituale, die sie in Kontakt zu ihrer Götterwelt brachten. „Doing things“ ist die jüngste Produktion der Compagnie „Tanz Raum“, die die Wahl-Kreuzlingerin Claudia Heinle 1996 gegründet hat. Seit fast zehn Jahren ist Caroline Chevat (ebenfalls aus Kreuzlingen) Teil der Truppe. Aktuell stehen besonders ihre Talente als Perkussionistin im Vordergrund. Ihre Finger tanzen über die Trommel. Die Klänge, die sie ihrer Rahmentrommel entlockt, sind vielfältig. Mal geheimnisvoll, mal klagend, mal treibend sorgt sie für den Hintergrund, vor dem das Verständnis des Stückes möglich wird. Zum ersten Mal dabei ist die Sängerin Johanne Staiquly aus Strassburg mit ihrem ergreifenden Gesang. Zwar dürfte sich der Wortlaut ihrer Lieder kaum jemandem erschliessen, die Stimmung überträgt sich jedoch einwandfrei.


Claudia HeinleCaroline ChevatJohanne Staiquly und Daniel Siedler erzählen mit den Mitteln des Tanzes, der Rhythmen, des Gesangs und der Lichtregie eine universelle Geschichte eines Happy Ends. Eine verzweifelte Frau (Heinle) ist auf der Suche. Sie hat vergessen, was sie verloren hat. Wie ein Derwisch tanzt sie sich in Trance und wird schliesslich ruhig. Eine zweite Frau (Staiquly) kommt ihr zur Hilfe. Gemeinsam rufen sie ihre Götter an. Durch die ausgeführten Rituale kommt wieder Ordnung ins Chaos, so dass schliesslich Tänzerin, Sängerin und Perkussionistin (Chevat) gemeinsam das Leben feiern können.Viele der Gesten und Handlungen dürften so oder so ähnlich tatsächlich vor Tausenden von Jahren gebraucht worden sein. Claudia Heinle hat sich auf das Gebiet spezialisiert und schreibt gerade an einem Buch über „Tanz & Ritual im Alten Ägypten“.


Andächtige Atmosphäre

Die Zuschauer sind sich bei der Vorstellung offensichtlich bewusst, dass sie quasi einer heiligen Handlung bewohnen. Wie bei den Mysterien der christlichen Kirche müssen sie dabei die eigene Unwissenheit und bedeutungsvolle Pausen aushalten. Wie bei einem religiösen Konzert in der Kirche ist man am Ende unschlüssig, ob man wegen der grossen künstlerischen Leistung applaudieren soll oder ob man damit den magischen Moment zerstört. Bei der Premiere dauerte es ein paar Sekunden, bis sich das Publikum ein Herz fasste. (Inka Grabowsky, Thurgau Kultur und Thurgauer Zeitung, Februar 1, 2018)

Le Progres

France

August 2013  

Musique n´a pas de frontières – Rencontre avec Ibrahim El Minyawi


Ibrahim El Minyawi, célèbre musicien international, participe à la Summer Dance actuellement à Belley. « De l´or dans ses mains, du feu dans son jeu et beaucoup d´amour », diront certaines personnes face à ce maître égyptien de la darabouka, installé à Londres. Comment êtes vous devenu musicien ? À l´age de 8-9 ans , j´ai découvert le tabla. C´est un instrument de musique à percussions. Depuis j´en ai toujours joué, jusquà en faire mon métier. J´ai d´ailleurs choisi le nom de El Minyawi car El Minya est une ville de musiciens. Que représente pour vous la musique ? J´aime avant tout la beauté du son, le battement. Le rythme. Il est partout, à commencer par le cœur. Quand je joue, j´irais même jusqu´à m´oublier. La musique, c´est la vie. Elle réunit, elle n´a pas de frontières. Et elle fait partie de la culture de mon pays. Où jouez- vous actuellement ? J´ai travaillé avec beaucoup d´orchestres, chanteurs et danseurs. Aujourd´hui, à 73 ans, j accompagne trois groupes essentiellement. Je travail surtout en Europe. J´habite à Londres mais je vais régulièrement à Dubai et en Égypte. Quelles sont les valeurs que vous souhaitez transmettre ? J´aspire vraiment à la paix dans le monde. Si tu restes chez toi et que tu as peur de ton voisin, c´est quoi la vie ? La tolérance, l´harmonie, la bonté… Voilà à quoi j´aspire. Quel projet aimeriez vous réaliser ? Je rêve de créer un centre culturel à El Minya, au bord du Nil, comme Caroline Chevat à Belley. Le mélange des cultures, les rencontres, la musique, c´est ma vie et je pense que je jouerai jusqu´à mon dernier souffle. (Caroline Borie, Le Progrès, August 2013)

Le Progres

France

August 2013  

La danse d´Égypte remue la Summer Dance


Les participants sont venues des quatre coins du monde pour cette rencontre qui réunit danseur et musiciens. Pour la dixième année, la Summer Dance a débuté dimanche pour une durée d´une semaine. Après une edition 2012 en Allemagne, cette manifestation de danse égyptienne se tient cette fois à Belley.


Une passion international réunit une trentaine de participants, professionnels de la danse d´Egypte ou simples amateurs, venus des quatre coins du monde. Caroline Chevat, professeur de danse d´Égypte et de yoga et percussioniste, l´avait rêvé: “Je suis heureuse d´avoir rassemblé ici toutes ces personnes. C´est vraiment une rencontre international.” Durant une semaine, les quatre  professeurs et quatre musiciens proposent des ateliers autour du yoga et de la danse d´Egypte. 


Caroline Chevat, Marie Al Fajr, Claudia Heinle et Juliet Le Page donnent des cours dans le cadre de la manifestation. Vêtues de robes ambles aux couleurs vives, ou du vêtement traditionnel égyptien, les danseuse mènent la cadence. Elles sont accompagné par Ibrahim El Minyawi, “un maître de percussionniste pour beaucoup d´entre-nous”, souligne Caroline Chevat. Elle ajoute : “C´est amusant de voir le dialogue qui s´instaure entre les musiciens et les danseuses. Chacun répond à l´autre, et c´est ainsi qu´une histoire se raconte. Il se dégage alors quelque chose d´indescriptible.” (Caroline Borie, Le Progrès, Belley, August 2013)

Südkurier

Konstanz, Germany

Juli 2012  

tanz raum – Internationale Sommer Tanz Woche


Universität Konstanz: Neunte internationale Tanzwoche für Tanz und Musik aus Ägypten


Wie ein leises Räuspern, dann wie der Flügelschlag einer Taube zieht der Klang einer ägyptischen Trommel durch das alte Gebälk in der Historischen Gymnastikhalle, der Rhythmus nimmt an Fahrt auf, überträgt sich auf die Körper im Raum – und langsam beginnen sie zu tanzen.


Mit dem neunten International Summer Dance auf dem Uni-Sportgelände in Egg „schließt sich ein Kreis“, erzählt die Tänzerin Claudia Heinle. Vor knapp zwanzig Jahren hat hier ihre Karriere begonnen. In einem ihrer ersten Workshops in der Gymnastikhalle hat sie auch Karin Schemmann kennen gelernt, die ihr als Schülerin treu blieb, heute zu ihrer Compagnie Tanz Raum gehört und nun selbst zeitgenössischen Ägyptischen Tanz unterrichtet. Ihr eigenes Studio eröffnete Claudia Heinle im Jahr 1996 in Kreuzlingen, gleich hinter dem Emmishofer Zoll. In einem alten Fabrikgebäude, das sie liebevoll renovierte, fand sie den Freiraum für ihre Kreativität. Der Tanztraum wurde gehegt und gepflegt und ist zu einem internationalen Tanz Raum erwachsen, einer weltweiten Plattform für Musik, Tanz und Kultur aus Ägypten. „Wir haben den Durchbruch auch international geschafft“, freut sich Karin Schemmann. Mit ihrer letzten Produktion für den Dreispitz in Kreuzlingen „Akhou“ ist die Compagnie im kommenden Jahr zum Internationalen Tanzfestival nach Oslo eingeladen. „Aus der kleinen Schule ist was Großes geworden“, freut sich auch Caroline Chevat, ebenfalls seit nunmehr 17 Jahren an Claudia Heinles Seite. Nicht nur auf die Tatsache, dass der Tanz Raum immer mehr auf internationaler Ebene mit Kursen und eigenen Tanz-Produktionen unterwegs ist, verweist Caroline Chevat, auch auf das eigene Label, das sich auf dem Weltmusikmarkt mit 14 CD-Produktionen einen Namen gemacht hat, sind die Tänzerinnen stolz und nicht zuletzt auch auf die „unglaublich treuen Schüler, die seit Anfang mit dabei sind“ – was wäre der Tanz Raum ohne sie? Als im Frühjahr 2011 feststand, dass das Haus mit dem Studio in der Freihofstraße – in dem Claudia Heinle und Caroline Chevat auch wohnten – verkauft werden sollte, war die Not groß. Die Tänzerinnen verstanden, aus der Existenzkrise eine Tugend zu machen. Schon immer hatte Caroline Chevat davon geträumt, eines Tages das Haus ihrer Großmutter in Belley, einer kleinen Stadt, zwischen Genf und Lyon zu beziehen. Jetzt bestand die Möglichkeit dazu. Dort wollen sie ein neues Studio aufbauen. „Ein offenes Haus“, wünscht sich Caroline Chevat. „In Ägypten“, träumt sie weiter, „erzählt man sich von einem Haus des Lebens. Das ist ein Ort, wo du hingehst, um zu lernen. So etwas, mit Schwerpunkt Ägypten, das wollen wir.“ Auch in Frankreich, aber nicht nur dort, wird die Seele des Tanz Raum weiterleben. (Carola Dunjik)

DVD - Kritik

Oslo, Norway

November 2011  

Cie tanz raum – Akhou – DVD review


Oslo: Dette er to DVDer utgitt av tanz raum, og fordi på mange måter de er ganske like, anmelder jeg her begge to i ett. Hva får du ikke når du ser disse videoene? Du får ikke løsvipper, paddete BHer, todelte drakter, paljetter eller glamour. Du får heller ikke se magedans. Hva får du når de ser på disse videoene? Profesjonelle og lekre danseforestillinger, lekker DVD produksjon, svært dyktige dansere, nydelig arabisk musikk, både på tape og live, og vakker dans. Du får 3 dansere: Claudia Heinle, Caroline Chevat og Karin Schemann som sammen utgjør Compagnie Tanz Raum. Og trommeslageren Ibrahin el Minyawi. Ali el Minyawi medvirker i Abyad. Forestillingenene er blottet for ytre staffasje og hjelpemidler, her er det dansen som rår. Og selv om alt er enkelt presentert med mye jordfarger og svært enkel scenografi, holdes oppmerksomheten til tilskueren i en skrustikke, og jeg tenkte hele tiden “hva skjer videre”, og var hundre prosent engasjert i det jeg så. Det er sjelden jeg opplever. For å kunne se på disse videoene med et åpent sinn, måtte jeg først fjerne alle forventninger om å se arabisk dans, slik jeg definerer det. Danserinnene har utviklet sin egen stil. For meg framstår dansen mer som moderne dans enn som arabisk, i det størstedelen av forestillingene knapt byr på en hofte, en kamel, en sirkel eller en shimmy. Bevegelsesmønsteret er likevel estetisk og tiltalende, med flyt, tyngde og ro som hovedingredienser. Så snart jeg satte på meg moderne- eller samtidsdansebrillene kunne jeg gi meg helt hen og nyte opplevelsen av det jeg så, i stedet for å tenke at “nei, ikke søren om det der er arabisk dans”. Ahkou er hieroglyfen for “solens blendende lys”. Både denne forestillingen og Abyad, som betyr hvit på arabisk, handler om dype følelser, gjenfødelse og sjelens reise og utvikling. Personlig er jeg en nokså grunn type, som alltid har slitt med tekstanalyse og å forstå skjulte meninger i tekster og filmer. Jeg leser det jeg leser, og ser det jeg ser, og klarer sjelden å tolke noe av det. Dans opplever jeg på samme måte. Jeg skjønte ikke hva danserene prøvde å fortelle med koreografiene sine i disse forestillingene, men jeg ble likevel dypt berørt. Jeg følte i øyeblikk at det jeg så utspille seg på skjermen, snakket rett til sjelen min. Særlig Akho berørte meg sterkt. Jeg opplevde at det ikke var viktig for meg som tilskuer å forstå det danserene ønsket å uttrykke på et intellektuelt plan, kroppen min og sjelen forsto ting, uten å gå veien via hodet. Danserene er svært dyktige, og selv om de danser med svært forskjellig teknikk og estetikk fra det jeg gjør selv, er det ikke vanskelig å la seg imponere av deres kroppsbeherskelse, eleganse og styrke. Og ikke minst, deres evne til å gjøre ingenting, bare sitte i ro eller stå, og likevel klare å holde på min oppmerksomhet og interesse som tilskuer. Det er noe av det vanskeligste som finnes. Koreografiene varierer mellom solo innslag, duetter og trioer. En baladytrio fra Abyad har brent seg fast på netthinnen som et vakkert stykke dans. En scene fra Akhou hvor danserinnene tilber sin gud var også et vakkert og følelsesmessig høydepunkt for meg. Jeg kan absolutt anbefale disse videone! (Hilde Lund)

Ludwigsburger Kreiszeitung

Ludwigsburg, Germany

Januar 2011  

Cie tanz raum - akhou - Ästhetik im Namen der Sonne


Compagnie Tanz Raum widmet sich Ägyptens Kultur

Sind Fresken tanzbar? Der Auftritt der Kreuzlinger Tanzkompagnie Tanz Raum im Kunstzentrum Karlskaserne gibt die Antwort: Ja. Die 1997 von Claudia Heinle gegründete Compagnie beschäftigt sich ausschließlich mit Ägypten. Entsprechend fundiert ist ihr Stück Akhou, das speziell die altägyptische Kunst und Mystik zur Grundlage hat.

Die Figur, die still auf dem Boden im Hintergrund hockt, strahlt die Ruhe und die königliche Würde einer Sphinx aus. Sie schaut auf den Mann und die Frau, die auf ihre großen tamburinartigen Instrumente schlagen. Durch die Trommelfelle scheint Licht: Mond und Sonne stehen sich gegenüber. Dann erhebt sich die dunkel Gewandete, kämpft mit einer Tänzerin in Weiß. Geschmeidig drehen sie sich, perfekt in ihrer Synchronität. Auch hier wieder die nur abgebildete, nicht schauspielerisch ausgelebte Dualität, dieses Mal von Gut und Böse. Die Compagnie erzählt keine Legenden, sondern vermittelt Ruhe und Zentriertheit, wie sie Riten innewohnt. Und sie zeigt eine Ästhetik, die sie bei intensiven Studien über das alte Ägypten entdeckt hat.


Zwei Jahre haben Claudia Heinle und die Tänzerinnen Caroline Chevat und Karin Schemmann geforscht, in Büchern und vor Ort. In Reliefs und Wandmalereien haben sie das hohe Körperverständnis der alten Ägypter gesehen, wie Claudia Heinle sagt. „Die konnten auch Unsichtbares wie das Atmen in ihrer Kunst sichtbar machen“. In ihrer Choreographie und der Musik dazu findet das ebenso Widerhall wie die Verehrung der Sonne als Grundprinzip. Die Hieroglyphe akhou  bezeichnet ihr glänzendes Licht. Die Compagnie hat die Bewegungsabläufe von Kampfkünsten, Ritualen und Tänzen studiert, wie sie in den erhaltenen Bildern dynamisch und ausführlich dargestellt wurden. Dann hat sie „die Fresken zum Leben erweckt“, so Claudia Heinle im Gespräch nach der von 100 Gästen besuchten, ausverkauften Aufführung. Die Compagnie hat also eigenen Bewegungen für die alten Bilder gefunden. Rat erteilte dabei der mit körperlichen und geistigen Praktiken vertraute Yogi B. Khane und die Ägyptologin G. Khane. Vieles was die Compagnie zeigte, ist laut Claudia Heinle noch nie zuvor getanzt worden. Auch die damalige Kleidung wurde gründlich studiert. Anni Mewes hat für Akhou Gewänder abgeleitet, die den Eigenwert und traditionellen Platz der Schönheit postulieren.


Mit ihrer Arbeit will die Compagnie Tanz Raum ein klischeefreies Bild der nahöstlichen Tanz und Musikkultur vermitteln und daran erinnern, dass Ägyptens Erbe „eine wesentliche Grundlage der europäischen Kultur bildet“. Dabei arbeitet sie eng mit ägyptischen Künstlern zusammen. Nach Ludwigsburg kam Ibrahim El Minyawi, einer der weltweit besten Tabla Spieler. Er hat Tänzerin Caroline Chevat als Tabla-Spielerin ausgebildet. Ein Teil der Komposition für Akhou stammt von Georges Kazazian, ein anderer Teil wurde direkt mit Musikern in Ägypten produziert.

Südkurier Konstanz

Konstanz, Germany

Januar 2011  

Cie tanz raum - Akhou - Nach dem Tanz absolute Stille


Drei weiße Säulen aus Licht vor einem schwarzen Hintergrund. Die Aufmerksamkeit ist komplett auf die drei Tänzerinnen gerichtet. „Ich glaube, jetzt müssen wir klatschen“, flüstert einer der Zuschauer immer noch im Bann des Schauspiels. Doch keiner will der erste sein, die dramatische Stille im Saal des Dreispitz in Kreuzlingen hält an. Kein Flüstern, kein Rascheln, kein Husten. Nur die Tänzerinnen sind zu hören, als sie sich barfuss von der Bühne schleichen. Die Zuschauer dagegen sind in atemlose Stille gehüllt. „Khaout“, das Ritual der Trance, hat die knapp 200 Anwesenden in eine Art Dämmerzustand versetzt. Nach einer gefühlten Ewigkeit wird die ehrfurchtsvolle Stille dann endlich durchbrochen, tosender Applaus. Die Premiere von „Akhou getanzte Bilder aus dem alten Ägypten“ der Companie Tanz Raum ist gelungen. Jahrelang haben sich Caroline Chevat, Claudia Heinle und Karin Schemmann auf diesen Augenblick vorbereitet. Zweieinhalb Jahre Kulturgeschichte, Schweiß, Stress und Freude. Zusammen mit dem ägyptischen Musiker Ibrahim El Minyawi sind die drei Tänzerinnen bis ins alte Ägypten vorgedrungen, haben die 5000 Jahre alte Tanzkultur in sich aufgenommen und umgesetzt. Im Land der Pharaonen haben die Künstlerinnen Grabstätten und Tempelanlagen besucht, Malereien sowie Bilder studiert und sind fern ab des Tourismus’ traditionellen Stockkämpfen nachgegangen.


Die Arbeit und der zeitliche Aufwand haben sich gelohnt, Regisseurin Michaela Bauer: „Die Atmosphäre ist absolut gelungen.“ Die engagierten Frauen lassen sich zu Recht feiern. Für die eineinhalbstündige Aufführung haben sie keine Mühen gescheut und die musikalische Begleitung der Tänze zusammen mit professionellen Musikern in Ägypten aufgenommen. Dominiert wird diese lebendige Musik von den markanten Trommelrhythmen der Duf und Dahulla. Heute kaum noch gespielt, präsentieren Caroline Chevat und Inbrahim El Minyawi ihre Fähigkeiten an diesen Instrumenten sogar live. „Ibrahim ist der virtuoseste Spieler, den ich kenne“, kommentiert Chevat das Spiel des Ägypters. Das sehen auch die Zuschauer so, nervös sitzen sie auf ihren Plätzen und können es doch nicht vermeiden, dass zumindest die Füße im Takt der Trommeln mitwippen. Für kurze Zeit liegt Ägypten mitten in Kreuzlingen und dieses aufwändige Projekt von der Companie Tanz Raum wird eine internationale Plattform für Tanz und Musik aus Ägypten. „Der ägyptische Tanz ist die Wurzel von allem, er drückt Erdigkeit, Vielfältigkeit und Stolz aus“, beschreibt Caroline Chevat die Eigenschaften dieser Kunstform. Dennoch sind zweieinhalb Jahre für eine Produktion eine lange Zeit, die auch an den Künstlerinnen gezerrt hat. Doch sie seien von Anfang an sehr motiviert gewesen, erzählen die drei, und haben sich gegenseitig immer wieder aufgebaut. Wenn die Luft dann doch einmal draußen war, ist Michaela Bauer eingesprungen. „Es ist ein Geschenk, mit diesen professionellen Künstlerinnen zusammenzuarbeiten, sie können alle Ideen auf der Bühne nahtlos umsetzen“, freut sie sich. 

Kreuzlinger Zeitung

Kreuzlingen, Switzerland

January 2011  

Cie tanz raum – Akhou – Die Reise des Lichts


Companie Tanz Raum feiert Premiere im Dreispitz. In ihrem neuen Programm Akhou findet die Companie Tanz Raum inspiriert durch die Kunst und Mystik des alten Ägypten, eine zeitlose Tanzsprache.


Durch einzigartige Projekte begeistert die Companie Tanz Raum seit Jahren ein internationales Publikum für die reiche Tanztradition Ägyptens. Bereits 2008 lockte sie 1200 Besucher mit dem Stück „Abyad“ in die Kreuzlinger Dreispitzhalle. Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen für die neue Bühnenproduktion auf Hochtouren. In Akhousind die Kunst und Mystik des alten Ägypten Inspirationsquelle für Bewegung, Tanz, Choreographie, Musik und Komposition. „Unser neues Programm Akhou regt zum Nachdenken über unsere eigene kulturelle Herkunft an und erinnert daran, dass das Kulturerbe Ägyptens eine wesentliche  Grundlage der europäischen Kultur bildet“, beschreibt die Gründerin der Cie Tanz Raum ihr künstlerisches Anliegen.


Für ihre Arbeit zur Vermittlung eines klischeefreien Bildes einer jahrhundertealten nahöstlichen Tanz- und Musikkultur und ihrer choreographischen Einbettung in eine eigene moderne Tanzsprache blickt Claudia Heinle auf eine langjährige Zusammenarbeit mit ägyptischen Künstlern und eine Vielzahl von Aufführungen auf Bühnen und Festivals in Europa und dem Nahen Osten zurück. In ihrer aktuellen Tanzproduktion hat sie mit Caroline Chevat, Leiterin der Musikproduktionen des Labels Tanz Raum, hochkarätige ägyptische Musiker wie den Weltklasse Trommler Ibrahim El Minyawi, einen der interessantesten zeitgenössischen Komponisten Georges Kazazian aus Kairo und junge talentierte koptische Musiker aus Mittelägypten eingebunden.  Wie Inhalt und Tanzsprache stammen auch die Kompositionen für Akhou aus Ägypten. Ein Teil der Musik stammt aus der Feder von Georges Kazazian, ägyptisch-armenischer Komponist. Seine vielschichtigen Klangvariationen  sind zutiefst aus der alten Geschichte des Landes inspiriert. Darüber hinaus wurden 2009 eigens für Akhou in Mittelägypten Tonaufnahmen mit jungen koptischen Musikern gemacht. Ibrahim El Minyawi und Caroline Chevat spielen live spielen live auf Rahmen- und  Basstrommeln.


Altägyptische Kultur immer noch aktuell

Die Hieroglyphe akhou bezeichnet das glänzende Licht der Sonne. Um ihren Symbolgehalt zu verstehen, muss man tief in die Mystik der 4000 jährigen altägyptischen Geschichte eintauchen. Im alten Ägypten war der höchste Gott ein transzendentes Wesen, für welches die menschliche Vorstellungskraft nicht ausreichte. Sonne und Mond entstanden aus dem Einen: jenem, was das Licht gibt. Das Licht von Sonne und Mond war die Äußerung der alles belebenden Schöpferkraft, deren Wirken die Welt sichtbar und begehbar machte. Die Reise des Lichts begann mit dem Sonnenaufgang im Osten, nahm ihren Lauf über das Himmelszelt nach Westen, um dann in die Unterwelt abzutauchen, diese zu durchqueren um am nächsten Morgen wiedergeboren werden zu können. Der Kreislauf der Sonne bestimmte den Tages- und Jahreslauf, in ihr manifestiert sich schöpferische und zerstörerische Kraft, sie ist der Inbegriff irdischen und ewigen Lebens. Damit das Licht Leben und in weiterer Bedeutung Erkenntnis schaffen konnte, wurden Rituale abgehalten. Musik und Tanz sollte den göttlichen Geist dazu bewegen, sich im Tempel und im Menschen niederzulassen. Im Zyklus des Lichts lässt sich das Prinzip der Dualität erkennen, eines der Grundpfeiler der altägyptischen Mystik. Nur zwei Dinge gemeinsam ergaben ein Ganzes: Sonne und Mond, Licht und Dunkelheit, Leben und Tod, Einatmen und Ausatmen, das Männliche und das Weibliche.  Aus der Erkenntnis dieser Polaritäten entstand der Gedanke an deren Vereinigung, die sich in der göttlichen Ewigkeit manifestierte. Es galt, die Kräfte der Trennung zu überschreiten, die innere Einheit zu verwirklichen. Dieses Bewusstsein erlaubte dem Suchenden den Weg der Einweihung zu beschreiten, der im Erdenleben beginnt,  nach dem Tode in der Unterwelt fortgesetzt wird und zur  Unendlichkeit führt.


Die Reise des Lichts
„Der Stoff für die Tanzperformance entspringt dieser geistigen und ästhetischen Welt. Akhou stellt die Reise des Lichts – und in tieferer Bedeutung die Reise der Seele tänzerisch und musikalisch dar, erläutern die Tänzerinnen Claudia Heinle, Caroline Chevat und Karin Schemmann.  „ Die Bilder in Akhou sind in ihrer Schönheit und Harmonie von Langsamkeit und Achtsamkeit durchwirkt. Es ist als würden wir in eine andere Zeitzone eintreten, in der sich die Schnelllebigkeit unserer Zeit auflöst. Wir beschäftigen uns mit dem Wirken der schöpferischen Kräfte in ihrer Gegensätzlichkeit und die Überwindung dieser Kräfte, im Kampf, in der Trance, in der Andacht, im Tanz und in der Ekstase.“

Thurgau Kultur

Thurgau, Switzerland

October 2009  

Cie tanz raum – Meisterhafte Tablah-Varationen


Dank «Abyad» und dem Kreuzlinger Tanz Raum erlebten World-Music-Liebhaber in Kreuzlingen letztes Jahr einen ägyptischen Frühling: Traditionelles Kulturerbe, instrumentale Variationen des Baladi mit virtuoser Perkussion. Aufgefallen sein dürfte Ibrahim el Minyawi Perkussions-Enthusiasten schon länger. Wie kein zweiter verkörpert der Tablah-Meister erdgebundene Rhythmen seiner ägyptischen Heimat, verbunden mit Sensibilität, über 40 Jahren Erfahrung und dem Willen, neuen Ausdruck und innovative Variationen im Spiel zu finden. Schon der erste bei Tanz Raum erschienene Tonträger Ibrahim El Minyawis mit Sohn Ali, «Daqat il Qalb», vereinte mitreissende Improvisationen traditioneller ägyptischer Rhythmen. Noch feiner und unabhängiger im Spiel mit Tempo und im Ausdruck präsentieren sich Vater und Sohn auf «Daquat II». Die Trommel, so unmittelbar und differenziert zu Klang gebracht, ist solistisch jedem Melodieinstrument ebenbürtig.  (spy) (Daqat II –  Ibrahim el Minyawi – CD release)

Laut

Germany

September 2009  

Zehn Jahre tanz raum music label - Die Bewahrerinnen


Keine sinnentleerten Bewegungsschablonen und keine schemenhaft erkennbaren historischen Bedeutungswurzeln. Statt dessen sinnlich erfahrbare und geschichtlich “sinn”-volle, musikalisch bewegte Überlieferung. Kein durch die Globalisierung verwässerter Kulturaustausch, der durch das Diktat des Marktes auf erfolgreiche Kommerzialität getrimmt, die ägyptische Musiktradition dem europäischen Ohr schmackhaft machen will, sondern die Bewahrung des Wahren – und deshalb Schönen.
Das ist die Aufgabe, die sich Claudia Heinle und Caroline Chevat setzen.


Der Auftritt des Tanz Raum Künstlerkollektives mit der Cie Al Fajr in der Bibliothek von Alexandria 2009 hat deutlich gezeigt, dass die Botschaft einer europäischen Tanz-Compagnie, die sich für die Traditionen einer Kulturregion interessiert, eine berührende Botschaft für die Menschen dort ist”, sagt Claudia Heinle, “das Erstaunen des Publikums darüber, dass Tänzerinnen aus Europa ein so tiefes Verständnis für die Musik und den Tanz der eigenen Heimat entwickeln können, war ihm deutlich anzusehen.” Warum? Weil der Tanz Raum keinen Kultur-Reimport unter europäischen Betrachtungsgewohnheiten und Weichspültendenzen leistet. Und das wiegt schwer!


1999 beginnt der Tanz Raum seine Aktivitäten in Ton und Bild zu dokumentieren. Zehn Jahre später umfasst sein Back-Katalog zehn CDs und zwei DVDs.


Kulturelle Dokumentation im Sinne ethnologischer Forschung und Erhalt der überlieferten Musik und Tänze, stehen von Anfang an ganz oben auf dem Labelprofil des Tanz Raums. Mit diesem Konzept und den einzigartigen Aufnahmen erarbeiten sich die gebürtige Französin Caroline Chevat und Claudia Heinle aus Deutschland einen hervorragenden Leumund in Szenekreisen. Der kommt nicht zuletzt von der Euphorie, der Begeisterung und der Energie, mit der sie sich ihrer Sache widmen. Regelmäßige Reisen nach Ägypten sind dabei Selbstverständlichkeit und Voraussetzung.

Auf einer ihrer Reisen lernt Claudia Heinle, kurioserweise im dänischen Kopenhagen, den ägyptischen Perkussionisten Ibrahim el Minyawi kennen, der ihre Wege, sowohl in Europa als auch in Ägypten, bis heute begleitet. "Ibrahim habe ich während meines Auslandstudiums das erste Mal auf der Bühne erlebt. Das war 1992.

Dort sah ich dann 'the real thing', und wenn man 'the real thing' sieht und hört, weiß man auch plötzlich ganz genau, was vorher nicht so ganz gestimmt hat"
, erinnert sich Claudia Heinle an das Schlüsselerlebnis ihrer Karriere. Durch Ibrahim El  bekommen sie Kontakt zur Musikszene Äyptens, denn Ibrahim el Minyawi  zählt in dem Land am Nil zu den gefragtesten Tablaspielern. Die Erfahrung (s)einer 50-jährigen Karriere und seine vielfältigen Kontakte ermöglichen Claudia Heinle und Caroline Chevat den Zugang zur ägyptischen Musikszene, die sich nicht nur im kulturellen Schmelztiegel Kairo, sondern auch in Luxor oder Minya trifft. In Letzterem hält keiner der großen Nildampfer mehr, seit Gerüchte die Runde machten, es sei ein Nest fundamentalistischer Terroristen. Heute setzen sich in dem wirtschaftlichen Zentrum Mittelägyptens, in dem der Tanz Raum "Caravan" (Vö 2010) aufnimmt, frei schaffende Theatergruppen für ihre eigene Theatertradition ein. Dazu  gehört auch eine bis in die Pharaonenzeit zurückreichende Kampfkunst, der "Tahtib", mit dem sich auch der Tanz Raum beschäftigt. 


Fremdheit durch Nähe überwinden! Mit dieser Philosophie leistet der Tanz Raum nicht nur (s)einen Beitrag für Integration und friedliches Miteinander. Interessierten Ohren stellt er zugleich einmalige Hörbeispiele der reichhaltigen Musiktradition Ägyptens zur Verfügung, nach denen sich Ethnologen noch die Finger lecken werden. Herzlichen Glückwunsch zum Zehnjährigen, Tanz Raum.


(tanz raum, Label Portrait auf Laut.de, dem größten Internetportal für Musik in Deutschland: http://www.laut.de/vorlaut/feature/22873/index.htm)

Laut

Germany

August 2009  

tanz raum label - Ibrahim el Minyawi


Das moderne Ägypten steht gemeinhin nicht im Fokus kultureller Beobachtung durch den Westen! Warum eigentlich nicht? Gebiert doch das Land am Nil bereits 3000 vor Christus eine der ältesten Hochkulturen der Menschheit, deren Erbe bis heute Millionen von Menschen in seinen Bann zieht. In erster Linie denken wir jedoch an alte Pharaonengräber, Pyramiden und die Sphinx, wenn das Wort Ägypten fällt. Selten bis nie kommt uns das aktuelle, kulturelle Schaffen in den Sinn und auch die Musikszene der arabischen Republik stösst nicht auf das Interesse europäischer Ohren. Diesen Umstand zu ändern, hat sich der tanz raum vorgenommen. Das Label, das die Kunst des ägptischen Tablavirtuosen Ibrahim el Minyawi zur Verfgüng stellt, setzt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Kultur Ägyptens und ihrem künstlerischem Ausdruck auseinander. “Ibrahim habe ich 1992 erstmals auf der Bühne erlebt. Dort sah ich ‘the real thing’, und wenn man ‘the real thing’ sieht und hört weiss man plötzlich ganz genau, was vorher nicht so ganz gestimmt hat”, erinnert sich Claudia Heinle, eine der beiden Labelleiterinnen, an das Schlüsselerlebnis. Sieben Jahre später erscheint die erste von heute zehn Tanz Raum-CDs el Minyawis, der auf eine lange und vielseitige künstlerische Karriere zurück blickt. Von Kindesbeinen an widmet der Perkussionist, der 1940 im oberäptischen El Minya zur Welt kommt, sein Leben der Musik. Aufgewachsen mit den traditionellen Rhythmen seiner Heimat, zählt er heute zu den weltweit anerkannten Virtuosen seines Hauptinstruments, der Tabla. Dabei verliert er seine kulturellen Wurzeln nie aus dem Blickfeld. 
(Künstlerportrait auf Laut.de, dem größten Internetportal für Musik in Deutschland. http://www.laut.de/wortlaut/artists/e/el_minyawi_ibrahim/index.htm)

Al Ahram Hebdo

Cairo, Egypt
February 2009

Cie Al Fajr – Shemm En Nassim


Les danseuses de la Cie Marie Al Fajr (Ainhoa Izagirre, Carina Westlin, Claudia Heinle) dans leur spectacle intitulé “Une odeur de brise” – Shemm En Nassim“, ne sont pas tombées dans le piège de l’imitation.


Elles ont su avec justesse «s’inspirer» du mouvement et de la cadence. Elles ont su s’approprier l’esprit et l’âme de cette danse traditionnelle et millénaire pour ensuite la convertir au rythme de la modernité sur une musique, selon Kazazian lui-même, « difficile et qui ne fait pas danser ». 

Glattaler

Zürich, Switzerland
February 2009

Authentischer Zauber mit Claudia Heinle


Ägypten hat weit mehr zu bieten als Pyramiden und Mumien. Das hat Claudia Heinle mit ihrem Tanz in der Oberen Mühle bewiesen. Mit wiegenden Hüften und stampfenden Füssen wirbelt Claudia Heinle über den Boden. Kraftvoll und elegant drückt sie verschiedene Emotionen aus. Mal melancholisch und ruhig, mal aufbrausend wie ein Wirbelwind oder fröhlich leicht. Heinles Darbietung deckt sich kaum mit der gängigen Vorstellung vom orientalischem Tanz. Weder offenes Haar oder nackter Bauch, noch durchsichtiger Soff oder Klimpermünzen. All dies hat sie nicht gebraucht, um einen authentischen Zauber östlicher Kultur im Kulturzentrum zu hinterlassen. 

Daily News

Cairo, Egypt
September 2009

Restoring Alexandria´s Soul


Now in its sixth year, the Forum´s aim of bringing independent theatre groups together from all over Europe and the Mediterranean is promoting multiculturalism in a city once, but no longer, renown, as a crossroads for creativity. … A joint initiative of I-Act and the Bibliotheca Alexandria, the forum has gone from strength to strength seeing a significant rise of participating countries in addition to making it an important date in Alexandria´s and Egypt´s cultural calendar. … The motivation of the forum´s foundation was largely political. The theatre director started building a program that focused on the idea of Alexandria as a meeting place to encourage exchange, informal education and creativity, he wanted to restore the soul of the city. In 2003 the creative forum attracted participants from 11 countries. Today there are representatives from 27 countries. Among those, Cie Al Fajr, a French company whose choreographer Marie Al Fajr lives based in Paris as well as Cairo, with it´s dancers, Ainhoa Izagirren (S), Carina Westling (GB), Claudia Heinle (D/CH) and the musicians Amir Ezzat (EGT) and Ibrahim El Minyawi (EGT/UK). (Edward Lewis)

Al Ahram Arts

Alexandria, Egypt
February 2009

Bibliotheca Alexandria


Alexandrie. … Dans ce fossonnement d´ activités et de manifestation culturelles, artistique et pédagogiques apparait un phénomène qui, à notre avis, n´est pas le fruit du hazard. La Cie francaise Al Fajr danse sur une musique créée par le compositeur égypto-arménien Georges Kazazian. … Les danseur d´Al Fajr (Ainhoa Izagirre, Carina Westling, Claudia Heinle), dans leur spectacle intitule “une odeur de brise – Shemmen Nassim – ne sont pas tombées dans le piège de limitation. Elles ont su s´ approprier l´ésprit et l´âme de cette danse traditionelle et millénaire pour ensuite la convertir au rythme de la modernité sur une musique, selon Kazazian meme, difficile et qui ne fait pas danser. Extraordinaire et magnifique! ….

Tanz Oriental

Düsseldorf, Germany
November 2008

Cie tanz raum in ihrer Tanzproduktion Abyad


Lange, durchgehende Gewänder, das eine Mal auch Hosen, eine anderes Mal eng geschnitten, dann wieder weit schwingende Röcke in mehreren Sofflagen, das Haar meist verhüllt mit Tüchern – wie zufällig übernehmen die Tänzerinnen Claudia Heinle, Karin Schemmann und Caroline Chevat den Rhythmus der Tabla. Die Körper schwingen und wippen auf und ab, nehmen Tempo auf und gleiten mit raumgreifenden Schritten über den Boden. Wie mit unsichtbaren Fäden verbunden, bewegen sich die Tanzenden harmonisch im selben Energiefeld. Akzente mit Hüften, Oberkörper, Schultern geben ihrem Tanz eine kraftvolle Ausstrahlung, während sparsame Bewegungen der halb erhobenen Arme ihnen Schwerelosigkeit verleihen. Es scheint als seien sie mit Himmel und Erde verbunden. Traditionelle ägyptische Musik und Lieder bilden die beinahe meditative Grundlage. Fließend, selbstbewusst entfalten die Frauen ihre Tanzbilder. Während des gesamten Tanzstückes entstehen neuerlich faszinierende Eindrücke, die aus Feierlichkeiten oder rituellen Zeremonien vertraut erscheinen. So stehen zu Beginn der Performance die Farbe Weiß, der Atem, und die spiralförmig kreisende Bewegung der Geburt als Anfang allen Entstehens im Mittelpunkt. Und nach und nach entwickeln sich erneut andere getanzte Lebenszyklen, umrahmt von live gespielten Trommelsoli.


Die beiden Musiker Ali und Ibrahim el Minyawi (Vater und Sohn) entlockten den Zuschauern hoch verdiente Beifallsstürme. Abyad ist eine sehenswerte Tanzperformance, die aus dem überlieferten Kulturschatz der „Mohamed Ali Street“ schöpft und gleichzeitig mit einer westlich geprägten choreographischen Ausdrucksform, mit zauberhaften Kostümfarben und modernem Lichtdesign etwas Neues schafft, das dennoch wie zufällig ein vertrautes Lebensgefühl erzeugt.

Tanz Oriental

Düsseldorf, Germany
November 2008

Cie tanz raum in ihrer Tanzproduktion Abyad


Lange, durchgehende Gewänder, das eine Mal auch Hosen, eine anderes Mal eng geschnitten, dann wieder weit schwingende Röcke in mehreren Sofflagen, das Haar meist verhüllt mit Tüchern – wie zufällig übernehmen die Tänzerinnen Claudia Heinle, Karin Schemmann und Caroline Chevat den Rhythmus der Tabla. Die Körper schwingen und wippen auf und ab, nehmen Tempo auf und gleiten mit raumgreifenden Schritten über den Boden. Wie mit unsichtbaren Fäden verbunden, bewegen sich die Tanzenden harmonisch im selben Energiefeld. Akzente mit Hüften, Oberkörper, Schultern geben ihrem Tanz eine kraftvolle Ausstrahlung, während sparsame Bewegungen der halb erhobenen Arme ihnen Schwerelosigkeit verleihen. Es scheint als seien sie mit Himmel und Erde verbunden. Traditionelle ägyptische Musik und Lieder bilden die beinahe meditative Grundlage. Fließend, selbstbewusst entfalten die Frauen ihre Tanzbilder. Während des gesamten Tanzstückes entstehen neuerlich faszinierende Eindrücke, die aus Feierlichkeiten oder rituellen Zeremonien vertraut erscheinen. So stehen zu Beginn der Performance die Farbe Weiß, der Atem, und die spiralförmig kreisende Bewegung der Geburt als Anfang allen Entstehens im Mittelpunkt. Und nach und nach entwickeln sich erneut andere getanzte Lebenszyklen, umrahmt von live gespielten Trommelsoli.


Die beiden Musiker Ali und Ibrahim el Minyawi (Vater und Sohn) entlockten den Zuschauern hoch verdiente Beifallsstürme. Abyad ist eine sehenswerte Tanzperformance, die aus dem überlieferten Kulturschatz der „Mohamed Ali Street“ schöpft und gleichzeitig mit einer westlich geprägten choreographischen Ausdrucksform, mit zauberhaften Kostümfarben und modernem Lichtdesign etwas Neues schafft, das dennoch wie zufällig ein vertrautes Lebensgefühl erzeugt.

Schwäbische Zeitung

South Germany
February  2008

Cie tanz raum in Abyad – Faszination aus Tradition und Moderne


Die reiche Musik- und Tanztradition der Tanzproduktion Abyad unter künstlerischer Leitung von Claudia Heinle drückte vor allem Emotionen aus – Freude Trauer Befreiung und Lebensenergie. Die Ästhetik des Tanzes der ausdrucksstarken Tänzerinnen wurde durch die sorgfältige Auswahl der Musik, die für dieses Programm eigens in Cairo aufgenommen wurde und die Farbenpracht ihrer Kleidung unterstützt. Eine faszinierende Mischung aus Tradition und Moderne.

See Tratsch

Lake Constance, Germany
February 2008

Die Vorankündigungen hielten was sie versprachen


Die Vorankündigungen von Abyad hielten was sie versprachen Einfach nur toll, die Tänzerinnen Claudia Heinle, Caroline Chevat und Karin Schemmann und die Musiker Ali El Minyawi und Ibrahim El Minyawi.

Kreuzlinger Zeitung

Kreuzlingen, Switzerland
February 2008

Begeistertes Publikum im Dreispitz – Cie tanz raum in Abyad


Abyad begeisterte mit Tanz und Perkussion im Dreispitz. Viermal präsentierte die Compagnie tanz raum ihre Performance unter der künstlerischen Leitung von Claudia Heinle. Die Compagnie riss das Publikum im Dreispitz mit und entfaltete ein farbenfrohes und faszinierendes Märchen wir aus Tausend und einer Nacht. Für die Samstagabend-Vorstellung mussten 150 weitere Stühle aufgestellt werden, um dem Andrang gerecht zu werden

Südkurier

Konstanz, Germany
February 2008

Viel Applaus im ausverkauften Dreispitz für Cie tanz raum


Das Interesse am thematischen Kulturprogramm der Compagnie tanz raum unter Leitung der Choreographin Claudia Heinle, mit Performance, Workshop, Vortrag und Photoausstellung war groß. Die Premiere von Abyad wurde im ausverkauften Dreispitz mit viel Applaus bedacht … ein Kaleidoskop an Farben und Bewegungen das Musik und Tanz zu einer Einheit verschmelzen ließ. Die Perkussionisten, glänzten mit ihren Soli. Was die beiden darboten war weit mehr als Perkussion. Insbesondere Ibrahim el Minyawi beeindruckte durch seine unglaubliche Fingerfertigkeit. Ein charismatischer und begnadeter Musiker… Abyad begeisterte das Publikum, das ohne Zugabe nicht gehen wollte. 

Tanz Oriental

Düsseldorf, Germany
October 2008

Ein Musiklabel für Ägypten – tanz raum productions


Die CD Al Masdar des Musiklabels tanz raum präsentiert bekannte oberägyptische Musiker aus Luxor. Der Titel bedeutet „Quelle“, und die Musikstücke bringen ursprüngliches Liedgut eindrucksvoll zu Gehör. Erwähnenswert ist auch das 23 Seiten umfassende Booklet der CD Al Masdar mit Ausführungen über das Entstehen der Musikaufnahmen, die Feste, die Instrumente, das Musikerleben. Schöne schwarzweiß Photos der Musiker von Caroline Chevat in ihren traditionellen Galabeyas und Fotos zum kulturellen Leben komplettieren das Album. 

Tanz Oriental

Düsseldorf, Germany
October 2008

Ein Genuß für Liebhaber der Ägyptischen Baladi Musik


Die Musiker Ibrahim el Minyawi (Tabla, Dahulla), Mostafa Sax (Saxophon) und Farouk Mohamed Hassan(Akkordeon) widmeten diese CD der Baladi- Kunst in der ägyptischen Musik. Während ihrer 35 Jahre dauernden Freundschaft und Zusammenarbeit trafen sie sich zum ersten Mal wieder in Kairo nicht zur öffenlichen Aufführung, sondern ausschließlich für diese einmalige Studioaufnahme. Entstanden ist dabei das Album Saltana mit neun Einspielungen. Eine sehr schöne Version von Tamra Henna, sowie je eine Komposition von Farid el Atrach und Kazim el Seher geben das absolute Baladi Feeling wieder – sehr traditionell ohne Verstärker oder Synthesizer. Hervorragende Improvisationen des Akkordeons, die arabesken Passagen des Saxophons und die gefühlvollen Trommelsoli geben zu Recht Anlaß, diese Musik als „äyptisch populären Jazz“ zu bezeichnen. Ein Musterbeispiel echten Baladi Stils und ein Genuß für dessen Fans.

Tages Anzeiger 

Zurich, Switzerland
August 2008

An den trainierten Beinen erkennt man die Tänzerin Claudia Heinle


An den trainierten Beinen erkennt man in Claudia Heinle vom Tanz Raum die Tänzerin. Sie öffnet die Eingangstür des Tanzhauses Zürich an der Wasserwerkstrasse und zeigt die verschiedenen Säle. Zum fünften Mal führt Heinle mit Caroline Chevat, Marie al Fajr, Ibrahim El Minyawi und Ainhoa Izagirre die internationale Tanzwoche für ägyptischen Tanz und Musik durch. Bis Freitag füllt sich das Tanzhaus Zürich mit weiteren Lehrern, Musikern und 60 Schülern, aus Spanien, den Niederlanden, Schweden, Deutschland, Frankreich, Algerien, dem Libanon, Australien und der Schweiz.  …. Dass sich der Tanz Raum sogar zum Musiklabel weiterentwickelt hat, entstand aus der Not heraus. „Da es für unsere Art zu tanzen nur sehr wenig brauchbare Musik auf dem Markt gibt, entschieden wir uns diese selber zu produzieren. Das ist die einzige Möglichkeit das Repertoire zu erhalten“ erklärt Heinle. Mit Ibrahim el Minyawi, der seit den 70er Jahren in London lebt, haben sie einen der besten Tabla Spieler aus Ägypten in ihrer Seite. Einmal im Jahr reisen sie zu dritt nach Ägypten. Dort ziehen sie von Dorf zu Dorf, bringen traditionelle Musiker zusammen und gehen in Kairo ins Tonstudio, wo sie die Klänge auf Band verewigen. Schon viele große Musiker, mit denen sie zusammengearbeitet hatten, sind inzwischen verstorben. Die Künstler nehmen ihre Genialität mit ins Grab, denn es gibt manchmal keine Nachfolger. Die Aufnahmen werden ohne Computer produziert. Auf diese Weise entstanden bereits zehn CDs – die ägyptische Version des Buena Vista Social Club sozusagen. Daß sich mit Heinle und Chevat zwei Europäerinnen um den Erhalt des ägyptischen Kulturguts kümmern irritiert in Ägypten niemanden. Auf Heinle´s aktuelle Bühnenproduktion „Abyad“ folgte sogar eine Einladung für ein Festival in Beirut.

Tages Anzeiger 

Zurich, Switzerland
August 2008

Ein ägyptisches Feuerwerk


Ibrahim el Minyawi ist ein Virtuose der es mit musikalischen Schwergewichten wie Zakir Hussain aufnehmen kann. Zwei Stühle, zwei Tablas – mehr benötigen Ibraim El Minyawi und sein Sohn Ali El Minyawi …in der vollbesetzten ehemaligen Paulskirche zeigte er in zwei etwa 40 Minuten langen Stücken die ganze Bandbreite filigranen ägyptischen Tablahspiels. Von den fordernden tiefen Bassschlägen bis zu den zärtlichen mit den Fingerspitzen geführten Verzierungen. Ein ägyptisches Feuerwerk der Meisterklasse.

Intendant Rainer Mennicken 

Stadttheater Konstanz, Germany
January 2000

Aluaan – Spiegelhalle Konstanz


«Das Video ihrer Tanzperformance Aluaan habe ich gesehen. Ich bin sehr beeindruckt! Alles Gute für die Zukunft Claudia! »
Herzlich Reiner Mennicken, Intendant des Stadttheater Konstanz